German Art in Sao Paulo

Deutsche Kunst auf der Biennale in São Paulo 1951-2012
Cover: German Art in Sao Paulo
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2013
ISBN 9783775736947
Gebunden, 404 Seiten, 29,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Ulrike Groos und Sebastian Preuß für das Institut für Auslandsbeziehungen. Ein Industrieller gründete 1951 die Biennale in São Paulo, die zweitälteste Kunstschau ihrer Art. Das erklärte Vorbild war von Beginn an die Mutter aller Biennalen in Venedig. Wie dort suchten die teilnehmenden Länder die Künstler aus und sandten sie auf eigene Kosten nach Brasilien. Die junge Bundesrepublik räumte der Weltkunstausstellung im fernen São Paulo stets große Bedeutung ein. Seit 1977 war auch die DDR vertreten, wenn auch mit einem sehr viel bescheideneren Auftritt. Das reich bebilderte Buch dokumentiert erstmals alle deutschen Beiträge in den bislang 30 Biennalen und beleuchtet sie im Kontext der Nachkriegskunstgeschichte und der Kulturpolitik. Eigene Essays schildern die Gründung und die Geschichte der Biennale, die eng mit dem Schicksal der brasilianischen Moderne verbunden ist.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.12.2013

Den reich bebilderten von Ulrike Groos und Sebastian Preuss herausgegebene Band findet Eva-Christina Meier etwas zu deutschzentriert. Einen Gesamteindruck der Biennale in São Paulo zu vermitteln und den kulturellen Austausch zu beleuchten, gelingt den Herausgebern laut Rezensentin leider nicht beziehungsweise nur ansatzweise, etwa in einem Beitrag des brasilianischen Kulturwissenschaftlers Vinicius Spricigo über die Entstehung der brasilianischen Moderne unter dem Einfluss der Biennale. Als Nachkriegskunstgeschichte Deutschlands allerdings überzeugt sie das Buch durchweg. Die Dokumentation der deutschen Biennale-Beiträge etwa zeigt Meier, wie die Deutschen an die Vorkriegsavantgarde anzuknüpfen bemüht waren.

Beliebte Bücher

Juli Zeh. Pony Show - Roman. Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Juli Zeh: Pony Show
Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet…
Daniel Kehlmann. Afrika - Roman. Rowohlt Verlag, Hamburg, 2026.Daniel Kehlmann: Afrika
Im Winter 1884 versammeln sich auf Einladung Bismarcks die großen Mächte zu einer Konferenz, auf der ein ganzer Kontinent mit all seinen Reichtümern aufgeteilt werden soll:…
Shida Bazyar. Die Lücken - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Shida Bazyar: Die Lücken
Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…
Dana Vowinckel. Anton und Alma - Roman. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Dana Vowinckel: Anton und Alma
Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…