In diesem Buch spricht Gerhard Papke erstmals über die Entwicklung der FDP und die Politik Christian Lindners aus der Perspektive eines langjährigen Weggefährten. Und er schildert anhand konkreter Beispiele aus seiner Erfahrung das Spannungsfeld von politischer Überzeugung und taktischer Beliebigkeit, die er für eine wesentliche Ursache der Parteienskepsis hält: "Wenn Parteien der Mut fehlt, Probleme beim Namen zu nennen, ruiniert das ihre Glaubwürdigkeit."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2017
Reiner Burger versteht das Buch des ehemaligen Vorsitzenden der FDP-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag nicht unbedingt als Abrechnung mit Christian Lindner. Der frühere Lindner-Gefährte und heutige Lindner-Skeptiker Gerhard Papke vermag laut Burger als Zeitzeuge und Insider zu überzeugen, der Lindners Aufstieg aus der Nähe miterlebt hat. Papkes "fundamentale" Kritik an Lindners Führungsstil, über verpasste Chancen der parteipolitischen Positionierung und die Zeitgeistpolitik der FDP scheint dem Rezensenten durchaus lesenswert, auch wenn die Titelfrage sich angesichts guter Ergebnisse für die FDP eigentlich erledigt hat, wie Burger findet.
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