Herausgegeben von Gerhard Hopp, Martin Sebaldt und Benjamin Zeitler. Der soziale und politische Wandel hat die CSU in Bayern seit längerem erfasst. Nach dem Ende der Ära Strauß zeichnete sich schon ab, dass absolute Mehrheiten für die Christsozialen nicht mehr garantiert sind, sondern hart erarbeitet werden müssen. Der Verlust der eigenen Mehrheit bei der Landtagswahl 2008 stellt folglich nur den vorläufigen Endpunkt einer schon längeren Entwicklung dar. In diesem Buch werden die Wandlungen des gesamtgesellschaftlichen Umfelds in Bayern und ihre Auswirkungen auf die CSU analysiert und auf dieser Basis die programmatischen Anpassungen der Partei, die Änderungen ihrer Machttektonik sowie die Führungs- und Kommunikationsmuster betrachtet, um die Frage nach der Zukunftsfähigkeit der Partei differenziert beantworten zu können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.02.2011
Als politische Standortbestimmung kann dieser Sammelband sowohl der Politik wie auch der Forschung dienen, wenn wir Frank Decker recht verstehen. Wo steht die CDU, welchen Herausforderungen hat oder hatte sie sich zu stellen, wie sehen ihre Strukturen aus, ihre Wahlkampagnen, ihre Bilanz nach einem Jahr Koalition in Bayern? All das erfährt Decker hier fein säuberlich rubriziert. Und siehe da: schaden kann sie sich eigentlich nur selbst, im Wahlkampfmanagement oder durch Führungsschwäche etwa. Den drei Herausgebern dankt Decker für ein facettenreiches, durch Rückgriff auf das Volksparteienkonzept, wie er schreibt, jedoch angenehm homogen gehaltenes Gesamtbild der Partei, das kein theoretischer Jargon unnötig belastet. Wirklich vermisst hat der Rezensent allerdings ein Personen- und Sachregister. Wieso bloß wird das eigentlich immer wieder vergessen?
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