Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 02.05.2003
Gerhard Beestermöllers "kritischer Kommentar" zum Irak-Krieg hat Christoph Fleischmann durchaus überzeugt. Wie der Rezensent ausführt, nützt der katholische Ethiker die Kriterien der Lehre vom gerechten Krieg, um den Krieg gegen Irak zu bewerten. Nach diesen Kriterien sei ein Krieg aber nur legitim, wenn ein schwerwiegendes und dauerndes Übel, eine Bedrohung feststehe, und wenn ein Krieg das einzige Mittel ist, das Übel zu beenden. Zudem müsse Aussicht auf Erfolg bestehen, und die Kriegsschäden dürften nicht schlimmer sein als die Übel, die man beseitigen will - und zuletzt dürfe nur eine legitime Autorität mit einer gerechten Absicht Krieg führen. Beestermöller löst diese Kriterien aus ihrem historischen Kontext und wendet sie auf den Krieg gegen die Irak an, hält Fleischmann fest. Dabei zeige Beestermöller, dass die Kriterien des gerechten Krieges nicht den Kontakt mit der Wirklichkeit scheuen müssen. "Mit ihrer Hilfe können die politischen Bewegungen nach wie vor mit generalisierbaren ethischen Standards bewertet werden", resümiert Fleischmann, "und das durchaus im Sinne der Kritiker des Krieges."
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