Carl Hanser Verlag, München 2026
ISBN
9783446284272 Gebunden, 144 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Aus dem Französischen von Elisabeth Edl und Wolfgang Matz. In Gérard Macés Gedichten verwischen die Grenzen von Realität, Traum und Mythos: So erinnert ein auf dem Bürgersteig vergessener Schuh mal an Empedokles, mal an Aschenputtel; so führen uns Kindheitserinnerungen in die Welt der Märchen und Legenden, von denen allerdings nur noch Reste übrig bleiben. Und selbst der als unsterblich gefeierte Name des Odysseus erlöst nicht unsere Welt, in der nur noch die Energie der Verzweiflung neue Lebenskraft spendet: "Was von den Träumen bleibt: einstmals / verbranntes Holz, ein Haufen Asche / nach dem Aufbruch eines Nomadenlagers. / Heute Plastiktüten / zwischen den Ästen im Baum."
Die Herausgeber und Übersetzer Elisabeth Edl und Wolfgang Matz haben mit diesem im Original schon 2015 erschienenen Buch einen guten Band ausgewählt, um den französischen Lyriker Gérard Macé auch in Deutschland bekannt zu machen, findet Rezensent Nico Bleutge: Hier treffen in der Form griechischer Götter immer wieder Profanes und Sakrales aufeinander, die Gegenwart und die Mythen begegnen sich. Odysseus zum Beispiel ist der Name für einen "listigen, irrenden Geist", der vom Sprecher der Gedichte belauscht wird, der dabei statt eines "Bilderdschungels" nur "Nippes" für seine Texte findet, schildert Bleutge. Die Gedichte, die vom "Schnee des Greisenalters" handeln und in Opa erzählt vom Krieg-Manier die Geschichte des 20. Jahrhunderts deuten, wissen den Kritiker nicht recht zu überzeugen. Viel besser hingegen gefallen ihm die "Tagesreste" im Mittelteil, die wie eine "Uhr ohne Aufziehschraube" von Vergänglichkeit sprechen. Auch die kunstvolle und geschickte Übersetzung findet sein Lob.
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