Georg Kreis' große Studie dokumentiert und analysiert den seit 1943 in der Schweiz geführten Neutralitätsdiskurs. Untersucht wird, wer über Neutralität redet und wie - aber vor allem warum, bei welcher Gelegenheit und mit welcher Absicht. Dabei identifiziert Kreis drei große Diskussionsfelder, die zu unterschiedlichen Zeiten im Vordergrund der Debatten standen, einander aber ständig beeinflussten und sich auch zeitlich überlappten: Diskurse um die Vergangenheit, um das Verhältnis zu den Vereinten Nationen und um das Verhältnis zur Europäischen Integration. Nach dem chronologisch angelegten Durchlauf durch diese drei Diskursfelder wird in einem zweiten Durchgang anhand von sechzehn prominenten Teilnehmern an der öffentlichen Debatte untersucht, wie sich der individuelle Neutralitätsdiskurs über die Jahre entwickelte. Die Studie schließt mit einer kritischen Bewertung des Neutralitätsdiskurses und einer Einschätzung der aktuellen und künftigen Politikbedingungen in diesem Bereich.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.04.2005
Schon den Titel findet der Rezensent Konrad Stamm einigermaßen suspekt: Immerhin könne der Autor erklären, was er unter einer "Geschichte der Gegenwart" versteht. Eine Untersuchung nämlich der aktuellen Diskurse, die sich um den Schweizer Fetisch "Neutralität" drehen, in ihrer historischen Dimension. Diese Diskurse werden nun in großer Ausführlichkeit dargestellt. Einigermaßen erstaunt muss Stamm feststellen, dass der Autor von dem Gerede selbst nicht viel hält und doch Seite um Seite damit füllt. Er neige dabei zu Überheblichkeiten häufiger als zu Anflügen von Humor, bedauert der Rezensent. Insgesamt bleibt er einigermaßen ratlos und stellt eher lapidar fest, er könne durchaus verstehen, wenn der eine oder andere dieses Buch als "Ärgernis" empfinden sollte.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…