Aus dem Englischen von Christa Schuenke. Arbeit gibts keine in Belfast für die Clique an der Ecke, zu der James gehört. Höchstens mal ?nen Gelegenheitsjob als Geldeintreiber für die Stadtteilbosse, alles harte Typen mit Knarren, die schon mal jemand ins Knie schießen. So als Denkzettel, damit der spurt. Was mit seinem besten Freund geschah, war zwar nur eine Scheinexekution. Aber James ist es nicht wohl in seiner Haut. Und da ist noch das Problem mit seiner Freundin Shannon. Eine Katholische. Die Clique darf nichts davon erfahren, sonst ist er unten durch. Als er spannt, daß Shannon bloß jemanden für ihre Rache braucht und James so verliebt ist, daß er drauf reinfällt und bei der Schießerei sein Freund hopps geht ? da ist endlich Schluß. James will da raus.
Jürgen Berger ist über diesen Roman geteilter Meinung. So findet er ihn auf der einen Seite "außergewöhnlich", weil Beattie - anders als so manch andere irische Autoren - seine Geschichte in einem Belfaster Viertel angesiedelt hat, in dem nicht die Katholiken leben, sondern "Oranier-Orden das Sagen haben". Darüber hinaus habe der Autor sich auch nicht bemüht, dem harten Leben in Belfast mit Ironie und Witz zu begegnen und "das heutige Nordirland von seiner jüngsten Geschichte her zu beschreiben". Berger stellt fest, dass der Autor immer ganz dicht an der Erlebniswelt seines Protagonisten bleibt und sich darauf beschränkt, das zu beschreiben, was der junge James gerade erlebt. Dies ist - wie der Rezensent feststellt - aber nicht immer ganz ungefährlich. So bestehe die Gefahr, dass der Leser eine fast zu große Sympathie für die "Royalisten-Jungs" entwickelt, weshalb Beattie nach Bergers Ansicht seinen Protagonisten recht unerwartet "einen geradezu unglaublichen Reifungsschub" durchmachen lässt. Dies wiederum scheint dem Rezensenten jedoch nicht wirklich überzeugend.
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