Aus dem Russischen und herausgegeben von Peter Urban.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.02.2008
Rezensent Werner Jung begrüßt diesem Band mit sechs aus den Jahren 1932 bis 1938 stammenden Erzählungen des russischen Schriftstellers Gennadij Samojlovic Gor (1907 - 1981), der hierzulande bislang weitgehend unbekannt ist. In den Geschichten findet er sowohl Bezüge zu Klassikern der russischen Literatur als auch zur literarischen Avantgarde. Die meisten Erzählungen gehen seines Erachtens vom zeitgenössischen Alltag im Stalinismus aus, thematisieren kritisch vor allem das deprimierende Verhältnis der Geschlechter im real existierenden Sozialismus, um dann zunehmend phantastische, groteske und absurde Züge anzunehmen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.11.2007
Als "atemberaubende Entdeckung" feiert Rezensent Ralph Dutli die Erzählungen des russischen Schriftstellers Gennadi Gor, die zeitgleich mit dessen Leningrad-Gedichten "Blockade" erscheinen. Dutli verortet Gor ebenso im Kreis der "absurdistischen Oberiuten" wie in die Tradition eines Gogols. Denn seit dessen "Nase" gehören sich selbständig machende Körperteile zum Kernbestand der russischen Literatur, bei Gor findet sich die - im Jahr des großen Terrors entstandene - Erzählung "Das Ohr", in der ein Mann mitansehen muss, wie seiner Frau immer mehr Körperteile abhanden kommen, bis schließlich nur noch das Ohr übrig ist. In einer anderen Erzählung beschreibt Gor einen Maler, der verbissen an einem einziges Sujet, einem Glas, arbeite, berichtet der Rezensent, der voll und ganz den Schluss nahelegt, dass Gor seinem eigenen Anspruch gerecht werden muss, nach dem Literatur "extravagant, herausfordernd, verstörend" sein muss.
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