Ob beim Kochen nach YouTube-Tutorials, beim Posten geselliger Runden in den sozialen Netzwerken, ob im Homeoffice oder beim Online-Dating - digitale Kommunikationsräume greifen überall in unseren Alltag ein. Online- und Offline-Welten sind längst miteinander verschränkt. Doch wie lassen wir uns berühren, wenn wir uns nicht anfassen können? Menschen teilen auch in den digitalen Settings Gefühle und Begehren, versuchen, Vertrauen und soziale Zugehörigkeit herzustellen. Sie passen das, was sie spüren, fühlen und empfinden, an die Bedingungen der technisch erzeugten Kommunikation an. In sechs Bereichen des Alltags - Essen, Sex, Arbeit, Sport, Pflege und Kultur - zeigen Gabriele Klein und Katharina Liebsch auf, wie sich dadurch unser soziales Miteinander verändert.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 28.12.2022
Rezensentin Vera Linß überzeugt dieses Buch überhaupt nicht. Dabei war sie so gespannt, was es aus Sicht von Gabriele Klein und Katharina Liebsch Interessantes über das Metaversum zu sagen gibt. Was der Rezensentin vor allem fehlt, ist eine Positionierung der beiden Soziologinnen. Damit, so Linß, drücken sie sich auch darum herum, die Sorgen vor der Entwicklung einer Brille, die die sechs menschlichen Sinne ersetzt, ernst zu nehmen. Das Buch widme sich vielmehr den Funktionsweisen äußerer und innerer Haptik in der Digitalen Welt. Essen, reden und berühren bekommen, so die Autorinnen, lediglich eine andere Qualität, die Präsentation im Video habe Priorität, Hören und Sehen würden somit die wichtigsten Kommunikationsmittel der Menschen. Dies "sinnliche Präsenz" zu nennen, greift für die Rezensentin viel zu kurz, denn bei diesem Thema geht es eben nicht nur um Technologie, sondern auch um Gesellschaft, meint sie.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…