Tanz und Anthropologie gehen vom Körper aus - hier wie dort wird das Wissen vom Menschen repräsentiert, vermittelt und aktualisiert. Tanz als Anthropologie verweist auf eine zugleich spezifische und umfassende Praxis, auf einen Schauplatz der Transposition und Transformation kollektiver und individueller Bilder vom Menschen. Untersucht werden die historische, soziale, ethnologische und ästhetische Relevanz von Tanz und Choreographie mit Beiträgen aus den Kunst-, Kultur- und Naturwissenschaften sowie der künstlerischen Praxis. Welche Vorstellungen vom Körper zeigen sich in den verschiedenen historischen Formen und Formationen der Bühnenkunst, der Rituale, der Feste, der religiösen Zeremonien und in den Events der Pop-Kultur? In welchem Verhältnis stehen das praktische Wissen des Tanzes und die Methoden der wissenschaftlichen Disziplinen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.08.2007
Sylvia Staude findet gerade angesichts der theoretischen Unkenntnis gegenüber dem Tanz diesen Sammelband sehr begrüßenswert und freut sich, dass die Beiträge trotz des ohnehin nicht eng gefassten Themas einen weiten Horizont an den Tag legen. Das Buch schließt einige Wissenslücken und klärt über so manches auf, von dem wir nicht einmal wussten, dass wir es nicht wussten, so die Rezensentin erfreut. Ob es sich um Beiträge zum "smart mob" im Vergleich mit dem Schwarm bei Tieren, der mittelalterlichen Verurteilung des Tanzes oder dem Tanz in Auseinandersetzung mit der Erdanziehungskraft handelt, man sollte durch dieses Buch spazieren gehen und sich je nach Interessenlage dem Reiz der unterschiedlichen Gedankengänge hingeben, so Staude angetan.
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