Gabriel Josipovici

Moo Pak

Cover: Moo Pak
Suhrkamp Verlag, Berlin 2010
ISBN 9783518224571
Kartoniert, 217 Seiten, 13,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Jochen Schimmang. Zwei Männer laufen durch Londons Parks, an Londons Wasserläufen entlang. Einer von beiden, Autor und Universitätsdozent, redet die ganze Zeit. Er erzählt - unter anderem von dem Buch Moo Pak, an dem er gerade schreibt. Vom ersten Satz an fesselt dieser Endlostext über Gott und die Welt. Jack Toledano, informiert, hoch gebildet, mit britischem Commonsense, unterhält mit erstaunlichen Wertungen und scharfen Urteilen: über das Werk von Kollegen oder die Abwege der Politik. Ein Alleinredner, aber auch ein anregender Begleiter, einer mit dem ins Gespräch zu kommen wäre. Toledano ist sephardischer Jude, er stammt aus Ägypten. Eine Perspektive "halb von außen" prägt die Art des Befremdetseins, macht seine Zivilisationskritik ergiebig.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.10.2010

Höchst erfreut zeigt Rezensentin Renate Wiggershaus darüber, dass Gabriel Josipovicis Roman "Moo Pak" nun endlich auf Deutsch, zumal in "kongenialer" Übersetzung, vorliegt. Im endlosen Redestrom ohne Absätze und Kapitel - ein Schriftsteller erzählt einem Freund auf endlosen Spaziergängen durch London von seinem Buchprojekt "Moo Pak" - vermittelt das Werk für sie auf wache,witzige, zugespitzte, brillante Weise Ansichten zu Kultur, Kunst und Politik der jüngsten Moderne. Mit seiner Fülle an künstlerischer Erfahrungen, anregenden Idiosynkrasien, zeitdiagnostischen Eindrücken und philosophischen Miniaturen ist das Buch in ihren Augen geradezu ein Geschenk. Wie Josipovici literarische Vorbilder (u.a. Proust, Kafka, Beckett) des realen Autors zitierend, paraphrasierend, parodierend und diskutierend in den Redestrom einfließen lässt, scheint Wiggershaus einfach großartig.
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