Magnus Mills

Ganze Arbeit

Roman
Cover: Ganze Arbeit
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN 9783518417546
Gebunden, 189 Seiten, 17,80 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Katharina Böhmer. Magnus Mills begibt sich erneut in das Milieu, das er in "Die Herren der Zäune" in seiner ganzen alltäglichen Absurdität und Komik vorgeführt hat: die Arbeitswelt. Die Idee ist so einfach wie überzeugend: Ein Fuhrpark von Lieferwagen, sogenannten UniVans, wird von Angestellten permanent in Bewegung gehalten. Jeder hat seine Route, fährt täglich bestimmte Depots an, transportiert wichtige Güter - nämlich Ersatzteile für UniVans. Ein perfektes Perpetuum mobile, die Lösung für ein drängendes Problem unserer Zeit: Der Plan garantiert Vollbeschäftigung. Kann das gutgehen? Der Fahrer des UniVan 55 ist schon fünf Jahre dabei und kennt das System, die besten Routen, die Macken der UniVans und seiner Kollegen nur zu gut. Um die Zeit bis zum Dienstschluss herumzukriegen, muss so manche Stunde überbrückt werden, es entwickelt sich ein florierender Schwarzhandel mit Kuchen. Immer mehr Fahrer versuchen, früher nach Hause zu gehen, in der Arbeiterschaft beginnt es zu rumoren.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 08.04.2006

Der Plan war gut, jedoch auf lange Sicht funktioniert er nicht, meint Rezensent Christoph Schröder. Worum es geht bei dem Plan, sage der Originaltitel: "The Scheme For Full Employment": In der kleinen Gesellschaft, die Magnus Mills entwirft, ist die Vollbeschäftigung erreicht, und zwar indem in UniVans nichts weiter als immer nur Ersatzteile für UniVans transportiert werden. Ein Kreislauf, der nichts produziert, aber alle haben zu tun. Trotzdem geht es nicht gut, denn Unzufriedenheit macht sich breit und es kommt zu Unpünktlichkeiten. Am Ende das Scheitern, lesen wir. Der Rezensent zeigt sich hoch entzückt von diesem Roman, den er neben anderen des Autors zu den "lustigsten und wahnwitzigsten in Deutschland erschienenen Romanen der vergangenen Jahre" rechnet. Das liegt auch an der Nonchalance, mit der die Figuren hier diese doch etwas verrücktere unter den möglichen Welten akzeptieren - so dass es der Leser ihnen bald gleichtut. Daher stamme die Überzeugungskraft der fantastischen Erfindungen dieses Autors.
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