Fritz Reheis

Bildung contra Turboschule

Ein Plädoyer
Cover: Bildung contra Turboschule
Herder Verlag, Freiburg 2007
ISBN 9783451030086
Gebunden, 221 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Fritz Reheis, Publizist und langjähriger Lehrer, sorgt für Zündstoff: Wissen, das die Schulen vermitteln, ist Wegwerfwissen. Es ist Fastfood, schnell gegessen, schnell vergessen. Echte Bildung - Wissen, das Zusammenhänge erkennt und Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann - braucht Zeit!

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007

Freizeit ist für Schüler in Deutschland inzwischen ein rares Gut, konstatiert Rezensent Hannes Hintermeier in seiner Rezension dieses soziologischen Plädoyers für eine "langsame Schule". Gelernt werden muss - wenn nicht für die Schule, dann fürs Arbeitsleben in der Leistungsgesellschaft. Fritz Reheis argumentiert gegen diese aktuelle Entwicklung anthropologisch und evolutionsbiologisch. Weder für "Frontalunterricht" noch für das jeweils genau auf fünundvierzig Minuten abgemessene Geradesitzen in der Unterrichtstunde hat die Natur den Menschen gemacht. Was er brauche, sei "Mittagsschlaf" und überhaupt eine freundliche Beachtung des individuellen "Biorhythmus". Mit der Grundtendenz des Buches ist der Rezensent völlig einverstanden, auch die eine oder andere "unsensible" Formulierung würde er durchgehen lassen. Eher unsubtil wird es aber spätestens, wenn sich Reheis an grundsätzlicher "Gesellschaftskritik" versuche. Dennoch sei das Buch insgesamt ein "brauchbares Arbeitspapier".
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