Friedrich Karl Forberg

Friedrich Carl Forberg: Philosophische Schriften

Bd. 1: Schriften, Dokumente, Briefe / Bd. 2: Einleitung, Kommentar, Register
Cover: Friedrich Carl Forberg: Philosophische Schriften
Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2021
ISBN 9783506766762
Gebunden, 1122 Seiten, 139,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Guido Naschert. Nur wenige der zu Unrecht übersehenen Denker um 1800 standen so im Schnittpunkt intellektueller Tendenzen wie Friedrich Carl Forberg. Als Schüler des Anthropologen Ernst Platner und des Illuminaten Carl Leonhard Reinhold, als Kommilitone und Freund des Frühromantikers Friedrich von Hardenberg, als Verleger Johann Gottlieb Fichtes und Skeptiker seines Systemdenkens forderte er die verschiedenen Richtungen seiner Zeit vor allem durch Kritik und Verweigerung heraus. Sein zentrales Anliegen war es, die atheistische Dimension der Kantischen Philosophie herauszuarbeiten und damit dem Atheismus sein gesellschaftliches Recht zu erkämpfen, ohne vor dem französischen Materialismus die Waffen zu strecken.Die Schriften und Lebenszeugnisse des kantischen Radikalaufklärers Friedrich Carl Forberg (1770-1848) sind in dieser Studienausgabe erstmals nach über 200 Jahren vereinigt und gründlich kommentiert. Sein atheistischer Naturalismus stellt eine wichtige und zu Unrecht vernachlässigte Position in den Konstellationen der klassischen deutschen Philosophie dar. Er war Angriff und bot zugleich Angriffsfläche. "Ist ein Gott? Antwort: Es ist und bleibt ungewiss. Kann man jedem Menschen zumuthen, einen Gott zu glauben? Antwort: Nein. Kann man rechtschaffen seyn, ohne einen Gott zu glauben? Antwort: Ja. Kann ein Atheist Religion haben? Antwort: Allerdings." Die Ausgabe enthält die Bände 1 und 2.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2021

Friedrich Vollhardt liest die von Guido Naschert herausgegebenen und "vorzüglich kommentierten" Schriften des Jenaer Philosophen Friedrich Carl Forberg mit Interesse. Schon die im Band enthaltene Autobiografie führt ihn direkt ins Zentrum intellektueller Auseinandersetzungen in voridealistischer Zeit, so zur Rivalität des Autors mit Fichte. Forbergs berühmten religionskritischen Text über die "Entwicklung des Begriffs der Religion" und seinen eigenen Kommentar dazu, der Forbergs Rückzug aus der akademischen Öffentlichkeit voraufging, möchte der Rezensent dem Leser besonders ans Herz legen.
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