Ulrike Schwarzbrock verfasst ihre Besprechung von Hölderlin Briefroman selbst als einen Brief an die "Liebe Helene", in dem sie bittet, dem Buch doch eine Chance zu geben, wobei sich der Sinn des Unterfangens dem Leser nicht ohne weiteres erschließt. Die Rezensentin jedenfalls ist dem Zauber des Buches Zauber voll und ganz erlegen. In beschwörender Rede preist sie Hölderlins verdichtete Sprache, die bleibenden Schilderungen der Landschaft und der Stimmungen. Vor allem aber der ergreifenden Liebe zu Diotima und der Dynamik von Revolution und Terror, die der Roman entfalte, müsse auch die liebe Helene erlegen, glaubt die Rezensentin.
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