Maria Carolina, Tochter Maria Theresias und Königin von Neapel-Sizilien, war eine machtbewusste Frau in revolutionären Zeiten. Als Sechzehnjährige wurde sie 1768 mit dem kaum älteren König Ferdinand IV. von Neapel-Sizilien verheiratet, um den habsburgischen Einfluss in Italien zu sichern. Die Hauptstadt Neapel, die an Größe und Lebendigkeit den Metropolen London, Sankt Petersburg und Paris gleichkam, galt als "von Teufeln bewohntes Paradies". Friederike Hausmann entführt in die faszinierende Welt Süditaliens im Zeitalter der Französischen Revolution und erzählt das Leben dieser ungewöhnlichen Königin, die erst den Aufklärern nahestand und sie dann erbarmungslos verfolgte, die mit Lord Nelson und Lady Hamilton befreundet war und die schließlich ihr Königreich an Napoleon verlor.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.01.2015
Kristina Maidt-Zinke ist gar nicht so unglücklich darüber, dass die Habsburgerin Maria Carolina auch nach der Lektüre dieser Biografie von Friederike Hausmann als Person ein Rätsel bleibt. Was die Historikerin in Detailarbeit über die Tochter der Kaiserin Maria Theresia zutage fördert, lässt die Rezensentin immerhin erkennen, dass es sich um eine beeindruckende Person gehandelt haben muss. Emotional berühren aber kann das Buch, kann das Schicksal der Königin von Neapel sie nicht. Das liegt laut Maidt-Zinke auch daran, dass die Unzahl der Intrigen und Allianzen der Königin im Buch nur in "Zeitraffertechnik" und ohne psychologisches Interesse oder historische Milieudarstellung geschildert wird. Das Bedürfnis der Rezensentin die Königin und ihr Leben betreffend aber scheint trotz allem gestillt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.10.2014
Friederike Hausmann gelingt es, dem Rezensenten eine eher unbekannte Monarchin und das Königreich Neapel-Sizilien schmackhaft zu machen. Packend ist das Buch laut Urs Hafner, da die Autorin das Drama der Maria Carolina mit der Kultur Neapels zu verknüpfen vermag und mit der politischen Gemengelage in Europa zwischen Ancien Régime und Moderne. Den Stil der Biografie beschreibt Hafner als sicher und gerade. Am Ende weiß Hafner viel über die Rauheit und Rüpelhaftigkeit am Hof von Neapel und empfindet Sympathie für eine durchsetzungsfähige Monarchin, eine Tochter Maria Theresias.
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