Andreas Fahrmeir

Revolutionen und Reformen

Europa 1789-1850
Cover: Revolutionen und Reformen
C.H. Beck Verlag, München 2010
ISBN 9783406599866
Gebunden, 304 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Zwischen 1789 und 1850 wurden die Grundlagen des modernen Europa gelegt - durch den napoleonischen Versuch, dem Kontinent eine einheitliche politische Ordnung zu geben, durch die internationalen Verfassungs-, Reform- und Nationalbewegungen, schließlich durch das Ende der ersten Kolonialreiche - allerdings um den Preis einer Spaltung Europas in prosperierende und arme, politisch liberale und repressive Regionen. Die Epoche umfasst den Übergang von einer langen und destruktiven Kriegsphase zu einem langen Frieden. In ihr fallen politische Umbrüche mit einer gänzlich neue Dimensionen erreichenden wirtschaftlichen Dynamisierung zusammen, und sie markiert zugleich einen dramatischen Rückzug Europas aus der Welt: globale Reiche lösten sich weitgehend auf, neue Staaten in Amerika traten an ihre Stelle. Andreas Fahrmeir entfaltet in diesem Band ein breites Panorama der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Europas zwischen der "großen" Französischen Revolution und der Revolutionswelle von 1848 und versteht es, die Geschichte dieser bewegten Epoche lebendig und anschaulich zu erzählen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.02.2011

Die Zurückhaltung, die sich die neue Beck-Reihe zur europäischen Geschichte bei geistes- und ideengeschichtlichen Überlegungen offenbar auferlegt hat, stößt bei Stephan Speicher auf Enttäuschung. So vermisst er auch bei Andreas Fahrmeirs Buch zu "Revolutionen und Reformen" in Europa zwischen 1789 und 1850 tragfähige Leitfragen, die die Stofffülle zu bändigen suchen.  Immerhin, Speicher bescheinigt dem Autor stilistisch Witz und Glanz, mitunter sieht er allerdings auch einen nicht ganz so schön zu lesenden "Nominalstil" am Werk. Insgesamt aber muss er kritisieren, dass Fahrmeir sich nicht an die Frage wagt, was denn Europa ausmacht und sich deshalb sein Buch in die Geschichten einzelner Staaten und Herrschaftsgebiete zerfasert, die für die Leser schwer zu überblicken sind.

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