Vier Jahrzehnte haben die Autoren recherchiert, umfangreiche Korrespondenzen und persönliche Gespräche geführt. Auf diese Weise konnten sie die autobiografischen Zeugnisse Klaus Manns und die vorhandenen, bruchstückhaften Faktensammlungen um zahlreiche substanzielle Daten, Namen, Milieu- und Hintergrundinformationen bereichern. Vor diesem Hintergrund leisten sie auch eine umfassende Analyse des Gesamtwerks. Die Schriftenreihe ist mehr als eine Biografie, mehr als ein Klaus-Mann-Forschungsbericht. Sie präsentiert ein halbes Jahrhundert Zeitgeschichte im Fokus einer einzigartigen Persönlichkeit.
Als "unerlässliche Basis aller künftigen Klaus-Mann-Forschung" feiert Rezensent Uwe Naumann diese Edition. Auch zieht er seinen Hut vor dem enormen Fleiß, der aus seiner Sicht hinter dieser Schriftenreihe steckt. Minutiös - beinahe Tag für Tag - sei darin auf gut 3000 Seiten Leben und Schaffen des enorm produktiven Klaus Mann rekonstruiert. Zwar hätte sich der Rezensent gelegentlich eine etwas kritischere Distanz und entsprechend objektivere Beurteilung Manns gewünscht. Insgesamt findet er die Edition trotzdem unverzichtbar.
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