Peter Rehberg

Play

Geschichten aus New York
Cover: Play
MännerschwarmSkript Verlag, Hamburg 2002
ISBN 9783935596060
Kartoniert, 118 Seiten, 16,50 EUR

Klappentext

Angekommen in der schönsten Stadt der Welt überlässt sich der Erzähler mit uneingeschränkter Bewunderung einem Dasein, das süchtig macht. Aber Glamour und Glücksversprechen ändern nichts daran, dass man in einem überteuerten Dreckloch wohnt und das Geschrei der verrückten Nachbarn einen tagsüber aus dem Zimmer jagt. Weil das Bad gerade zu Bruch geht, duscht man sowieso besser im Fitness-Studio. Nachts wird dann in Bars abgehangen. Ob die nur normal neurotisch sind oder irgendwann ganz durchdrehen, wer weiß? Warum wollte man noch mal in New York leben? Weiterwarten oder lieber weiterziehen? Die Lektion der Stadt ist einfach: Wer hier leben will, muss im gleichen Tempo mitmachen. Dann gibt es auf einmal alles: Partys und Sex und sogar Glück.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 11.12.2002

Zu seinem Bedauern konnte Rezensent Kolja Mensing nicht mehr über den Autor herausfinden, als dass er 1966 in Hamburg geboren wurde und jetzt Queer Studies an einer amerikanischen Universität unterrichtet. Der Roman handelt von einem Mann, der sich Ende der Neunziger aus Berlin verabschiedet, wo nur noch "schlecht gekleidete Vorstadthomos die Sau rauslassen", und dann ins New Yorker Leben eintaucht. In seiner kurzen Rezension zitiert Mensing vor allem viel, aber lobt den Roman, dessen Erzähler eigentlich nur die vermeintlichen Vorgaben der Gesellschaft, ihrer Subkulturen und individuellen Übereinkünfte in Frage zu stellen. "Nur dass eine Romanfigur im Gegensatz zu einer wissenschaftlichen Hypothese damit natürlich glamouröser scheitern darf".
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