Franziska Augstein

Winston Churchill

Biografie
Cover: Winston Churchill
dtv, München 2024
ISBN 9783423284103
Gebunden, 624 Seiten, 30,00 EUR

Klappentext

Der Held des 20. Jahrhunderts: Er hat Hitler aufgehalten. Unter den herausragenden Politikern des 20. Jahrhunderts ist Churchill der schillerndste. Hollywood hat den Adeligen mit der Zigarre längst zu einer Film- und Heldenfigur überhöht. Seine Sätze, dass er etwa "außer Blut, Schweiß und Tränen" nichts zu bieten habe, sind geflügelte Worte. Churchill gilt als einer der größten Redner der Geschichte, hat seinen aufwendigen Lebensunterhalt als Schriftsteller und Journalist bestritten und wurde mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er galt in den dreißiger Jahren als politisch erledigt, doch da er unermüdlich vor der Bedrohung durch Deutschland gewarnt hat, wurde er über Nacht Premierminister während deutsche Truppen in Frankreich einmarschierten und war Hitlers härtester Gegner.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.06.2024

Rezensent Wilhelm von Sternburg hält Franziska Augsteins Churchill-Biografie nicht nur sprachlich für ein Vergnügen. Glänzend und kenntnisreich bettet die Autorin Churchills Leben in die Zeitgeschichte ein, schwärmt er. Dass Augstein dabei ihrer Bewunderung für diesen "barocken Lebenskünstler" und dieses "Genie nationaler Selbstbehauptung" ebenso Ausdruck verleiht wie ihrer Kritik an Churchills folgenreichen Fehlentscheidungen, seinem Rassismus, seinem Opportunismus und seiner Selbststilisierung, rechnet Sternburg der Autorin dieses Porträts hoch an.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.05.2024

Für den Rezensenten Andreas Fahrmeir ist Franziska Augsteins "flott geschriebene" Churchill-Biografie ein ausgewogenes Buch geworden, das sowohl die Unmenge an Material meistert, als auch seinen thematischen wie chronologischen Zugriff, und dem es gelingt, Churchill in unterschiedlichen Kontexten zu zeigen. Wenn für den Leser dabei keine neuen Erkenntnisse abfallen, aber Bekanntes in neuem Licht erscheint, zeigt sich Fahrmeir zufrieden. Augstein kontextualisiert Churchills politisches Handeln und kommt zu dem Schluss, Chuchill sei ein Mann des Empire gewesen, so Fahrmeir. Für ihn ein "versöhnliches" Urteil.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.03.2024

Mehrere tausend Bücher gibt es über Winston Churchill, da gab es für Franziska Augstein, Autorin einer neuen Biografie über ihn, einiges zu lesen, stellt Rezensent Werner Vogt anerkennend fest: Augstein ist ihm zufolge eine umfassende Betrachtung eines randvoll gefüllten und für die Weltgeschichte bedeutenden Lebens gelungen. Sie nähert sich ihrem Protagonisten fast mit Zuneigung an, verliert aber nie die kritische Distanz, sie nennt das "einfühlendes Verstehen" und kann Vogt damit vollumfänglich überzeugen. Churchills entscheidender Beitrag zum Sieg über den Nationalsozialismus kommt ebenso zur Sprache wie die "Schattenseiten" von missglückten Militäroperationen im Ersten und Zweiten Weltkrieg und seine rassistischen und imperialistischen Einstellungen, so der Kritiker. Kleinere sachliche Ungenauigkeiten kann er bei dieser großen Schreibleistung gut und gerne verzeihen.

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