Hinter vielen wissenschaftlichen, uns heute ganz selbstverständlichen Einsichten und Erkenntnissen verbergen sich oft tragische, gelegentlich auch bizarre Schicksale derjenigen, denen wir unseren Wissenszuwachs überhaupt erst verdanken. Franz M. Wuketits erinnert in knappen biografischen Portraits an die Forscherinnen und Forscher, die für ihre Arbeit und Begeisterung einen hohen Tribut leisten mußten, manche ließen dafür sogar ihr Leben. Berühmte Namen wie Alfred Wegener, Marie Curie oder Ignaz Semmelweis finden sich hierunter ebenso wie die von Francis Bacon oder James Cook. Ein Buch über die Gefährlichkeit der Wissenschaft, aber auch über Selbstlosigkeit, Mut und Wissensdrang.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.12.2003
Muss, wer ein richtiger Held sein will, auch einen Heldentod sterben? Die Helden der Wissenschaft sterben gewöhnlich an Alterschwäche, behauptet Ulrich Kühne in seiner Besprechung von Franz M. Wuketits' Buch, das achtundzwanzig kurze Biografien verdienter Wissenschaftler versammelt und deren Tod auf Heldentauglichkeit hin überprüfe. Der Rezensent berichtet unter anderem von Todesarten, die unter der Rubrik "Ironie der Geschichte" laufen können: Da ist zum Beispiel Francis Bacon, der nach einem Experiment über die Haltbarkeit der Lebensmittel durch Kühlung an einer Erkältung starb; natürlich Marie Curie, die vermutlich in Folge ihrer Beschäftigung mit radioaktiven Stoffen an Krebs starb, oder Ignaz Semmelweis, der zwar das "Kindbettfieber" besiegt habe, später selbst jedoch an einer Wundinfektion starb.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.10.2003
Der "lx." zeichnende Rezensent zeigt sich sehr angetan von Franz M. Wuketits Arbeit über "Forscher als Opfer der Wissenschaft", die sich mit "Verve" der "Nachtseite des Forschens" annehme. Wuketits erinnere in knappen biografischen Porträts an Forscherinnen und Forscher, die ihr Leben für das Abenteuer Wissen einsetzten. Als wohl bekanntestes Opfer der Forscherneugier nennt der Rezensent hier die zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie, die an einer Überdosis radioaktiver Strahlung starb. Was im ersten Moment als "vermeintlich nekrophiler Zugang" anmutet, erklärt der Rezensent, "erweist sich als notwendige, wenn auch kuriose wissenschaftshistorische Komplettierung".
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