Frank-Lothar Kroll (Hg.)

Die Herrscher Sachsens

Markgrafen, Kurfürsten, Könige 1089-1918
Cover: Die Herrscher Sachsens
C. H. Beck Verlag, München 2004
ISBN 9783406522062
Gebunden, 320 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Mit dem Einzug Heinrich von Eilenburgs aus dem Geschlecht der Wettiner als Markgraf auf dem Burgberg von Meißen im Jahre 1089 beginnt die wechselhafte Geschichte des späteren Landes Sachsen. Sie endet mit dem Sturz der Monarchie im Jahre 1918, als König Friedrich August III. mit dem berühmt gewordenen Satz: "Macht Euren Dreck alleene" zurücktrat. Während seiner fast 1000-jährigen Geschichte wurde das Land von einer Vielzahl von Regenten (Markgrafen, Kurfürsten, Königen) regiert, deren Lebenswege und politische Leistungen in diesem Band von namhaften Historikern gewürdigt werden. Neben den politischen Aspekten gehen die Autoren auch auf Fragen der Kirchen-, der Kultur- sowie der Wirtschafts- und Sozialgeschichte ein. So entsteht das historische Panorama einer geschichtsträchtigen deutschen Kulturlandschaft, die Weltgeltung in Wissenschaft, Kunst und Musik erlangte und infolge ihrer geographischen Mittellage in Europa auch in Zukunft wieder jene Funktion einnehmen dürfte, die ihr jahrhundertelang zukam: eine Brücke zwischen West und Ost zu sein.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2005

Zufrieden zeigt sich Rezensent Erwin Seitz mit diesem von Frank-Lothar Kroll herausgegebenen Band über die wettinischen Regenten, die "Herrscher Sachsens". Bei der Frage nach der historischen Größe der Porträtierten vermerkt er eine Uneinigkeit der Autoren untereinander. Er bescheinigt ihnen aber gern, "frei von älteren Stereotypen des Urteilens" zu sein, und ihre jeweiligen Regenten soweit wie möglich zu verstehen und zu würdigen. "Sympathisch" findet Seitz diese Ausgewogenheit des Bandes, die den Leser allerdings bisweilen "ratlos" mache. Neben Uwe Schirmers Beitrag über den bedächtigen, zögerlichen Kurfürst Friedrich den Weisen, hebt Seitz Manfred Rudersdorfs Porträt von Herzog Moritz von Sachsen sowie Helmut Neuhaus' Porträt von August dem Starken hervor. Etwas bedauerlich findet er allerdings, dass ein besonderes Element der Wettiner, ihr Sinn für Leben und Kunst, in dem Band unterbelichtet bleibt.
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