28 Jahre und nichts als Schopenhauer, Nietzsche und Burckhardt im Kopf. Das muss sich ändern. Weg mit dem Alten, rein ins pralle Leben, auf zur großen, eigenen Tat. Schluss mit dem philosophischen Gedanken-Dschungel vom Genius, der jungen Menschen nur den Kopf verdreht. "Kein Tag, den nicht die Nacht gebar" ist die Geschichte eines philosophisch Verführten, der auszog, das reale Leben zu entdecken. Mit Achtung und Respekt sagt er Adieu in Frankfurt, Basel, Sils Maria und Röcken. Um in Madeira zu erfahren, wie ihn, den "ersten Diener der Vernunft", der kalte Hauch des Genius streift.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.03.2001
Der Held auf philosophischer Wanderschaft. Mit diesem Motiv, schreibt Rolf-Bernhard Essig, folgten der Autor und sein Ich-Erzähler einer langen Tradition. Und wenn eine der Stationen dieser Wanderung Sils Maria heißt, dann ist Nietzsche auch nicht weit. Bedenklich findet es Essig nur, wenn die Erinnerung an einen so wunderbaren Stilisten wie den im Buch immer wieder zitierten Nietzsche verbunden ist mit sprachlicher Nachlässigkeit. Und wirklich - weder der "ausgeprägten Adjektivitis", die Essig dem Text attestiert, noch den von ihm herauspräparierten Stilblüten ("er fühlte sich in die Welt geworfen wie ein Kuckucksei") möchte man begegnen auf so einer Reise.
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