Francis Durbridge

Paul Temple und der Fall Curzon

4 CDs
Cover: Paul Temple und der Fall Curzon
DHV - Der Hörverlag, München 2003
ISBN 9783899402025
CD, 24,95 EUR

Klappentext

Regie: Eduard Hermann. Mit Rene Deltgen, Elisabeth Scherer, Hermann Pfeiffer u.v.a.. In dem kleinen Fischerdorf Dulworth Bay sind zwei Schüler spurlos verschwunden. Als einzigen Hinweis findet die Polizei im Kinderzimmer der beiden einen signierten Kricketschläger, der den geheimnisvollen Namen "Curzon" trägt. Wie ein tödlicher Fluch taucht dieser Name immer wieder auf. Paul Temple und seine Frau Steve haben die Aufgabe, den Mann zu finden, der dahinter steht.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 22.04.2004

Egal, ob im Fall Curzon zwei Jungen verschwinden oder im Fall Margo eine Frau entführt wird - die Hörspiele, die Francis Henry Durbridge vor Jahrzehnten für die BBC schrieb, sind "Kult", schreibt Konrad Heidkamp. Zwar könne man beim Nachhören den Geschichten einen "gewissen Kinderkrimi-Charme" nicht verleugnen, doch es bleibe immer "spannend" und der Hörer könne sich dem "Frage-und-Antwort-Spiel" der Erzählungen, so virtuos gehandhabt, nur schwer "entziehen". Nicht zuletzt gebühre der Erfolg der Geschichten, die schon damals "legendäre Quoten" erreicht haben, den Sprechern Rene Deltgen und Kurt Lieck, die fast 20 Jahre lang dem Detektiv und dem Inspektor ihre Stimmen liehen. "Man hört ihnen einfach gerne zu", urteilt der Rezensent und "wartet" auf die nächste Folge.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.01.2004

Mit diesem Krimi-Hörspiel, so der amüsierte Rezensent Tobias Lehmkuhl, werden "ganz spezielle Bedürfnisse" befriedigt, allen voran das Bedürfnis nach Ruhe und Gemächlichkeit. "Langsam und umständlich" komme die Produktion von 1951 daher, und vollbringe das seltene Kunststück, "eine geradezu buddhistische Ruhe" auszustrahlen, während sich fünf Stunden lang so manche Leiche zur anderen gesellt, seltsame Gifte zirkulieren und Gebrauchsgegenstände aller Art zu Schrott werden. Es ist jedoch nicht so sehr Durbridges "englische Gelassenheit", die dies herzaubert, versichert Lehmkuhl, sondern eine "archaische Schnitt- und Dialogtechnik". Doch neben diesem quasi-historischen Wert, halte das Hörspiel noch andere "Wunderlichkeiten" parat, etwa dass Frauen vor fünfzig Jahren auch gerne mal Cognac in ihrer Handtasche transportierten. Hörgenuss verspricht auch die "völlig unbeschwerte, lebendige, ja Likör-beschwingte Art", in der die Schauspieler sprechen: Rene Deltgen glänze als "lässiger und souveräner" Paul Temple und Hermann Pfeiffers Feurigkeit erinnere bisweilen an Gert Fröbe. Die Handlung, bemerkt Lehmkuhl abschließend, ist "nicht immer logisch, geschweige denn wahrscheinlich", aber wer wird da schon weinen.
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