Ford Madox Ford

Das Ende der Paraden

7 CDs
Cover: Das Ende der Paraden
DHV - Der Hörverlag, München 2018
ISBN 9783844525045
CD, 30,00 EUR

Klappentext

7 CDs, 380 Minuten. Aus dem Englischen von Joachim Utz. Bearbeitung als Hörspiel und Regie: Klaus Buhlert. Gesprochen von Jens Harzer, Felix Goeser, Bibiana Beglau, Stefan Merki und Wiebke Puls. England, 1914: Christopher Tietjens ist ein Gentleman mit nahezu unmenschlicher Selbstbeherrschung - andernfalls wäre er vermutlich längst zum Mörder geworden, denn seine schöne Frau Sylvia lässt keine Gelegenheit aus, ihn lächerlich zu machen. Je unnahbarer er sich gibt, desto wütender wird Sylvia. Tietjens flieht in den Weltkrieg, wo er sich in Sicherheit glaubt ...

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 28.04.2018

Sylvia Prahl hält die Hörspielbearbeitung dieses bedeutenden Werks der englischen Moderne von Ford Madox Ford für gelungen. Der zwischen 1924 und 1928 erschienene mehrteilige Text über den moralischen Verfall der britischen Gesellschaft mit seiner fragmentierten Erzählweise wird laut Prahl vom Regisseur Klaus Buhlert gewinnbringend umgesetzt. Die Sprecher von Bibliana Beglau bis Jens Harzer überzeugen die Rezensentin. Dass die Figuren so wenig Dialog miteinander teilen, macht für sie den emotionalen Mangel, um den es geht, deutlich.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.04.2018

Rezensent Tobias Lehmkuhl ist eindeutig enttäuscht von der Hörspiel-Fassung des vierbändigen Romanwerks von Ford Madox Ford, "Das Ende der Paraden". Die Geschichte um einen der letzten englischen Gentlemen, der sich zwischen zwei Frauen aufreibt und sowohl das Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs als auch die Scharmützel in den Londoner Salons kennt, empfindet der Rezensent offensichtlich als so lehrreiches wie unterhaltsames Sittengemälde der 1910er und 1920er Jahre. Leider, bedauert er, sind die Kürzungen für das Hörspiel so ungeschickt ausfallen, dass sich dem Hörer einige Zusammenhänge nicht mehr erschließen. Genauso ungelenk erscheint Lehmkuhl die Verteilung des Texts auf Erzähler- und Figurensprecher und die willkürliche Untermalung mit Nebengeräuschen und Musik. Er empfiehlt, besser den Roman zu lesen, allerdings nicht in der für das Hörspiel verwendeten "etwas altbackenen Übersetzung".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2018

Schon okay, den Faden zu verlieren beim Hören von Ford Madox Ford, meint Rezensent Wolfgang Schneider. Wenn Regisseur Klaus Buhlert den Text realistisch, doch auf der Kippe zur Farce inszeniert, scheint ihm das gleichfalls passend. Schließlich geht es um den Verfall der englischen Gesellschaft in Fords Hauptwerk um einen archetypischen Gentlemen, der sein Ethos gegen die Anfeindungen durch die Moderne zu verteidigen sucht. Ausgezeichnet erscheint Schneider die Besetzung des Hörspiels, ausgezeichnet auch der sparsame Umgang mit Geräuschkulissen und der motivische Einsatz des Wort- und Tonmaterials.
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