Die achtziger Jahre waren das langweiligste Jahrzehnt dieses Jahrhunderts. Nicole sang von ein bißchen Frieden, Boris Becker spielte ein bißchen Tennis, Kaffee hieß plötzlich Cappuccino und Raider Twix. Aber sonst änderte sich nix. Noch ahnten die zwischen 1965 und 1975 Geborenen nicht, daß sich das ganze Leben anfühlte wie die träge Bewegungslosigkeit eines gut gepolsterten Sonntagnachmittags. Ja, noch ahnte man nicht einmal, daß man einer Generation angehörte, der Generation Golf...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 18.03.2000
Kurzen Prozess macht "böt" mit diesem Buch. Seiner Ansicht nach werden zwar möglicherweise Ethnologen in ferner Zukunft Gewinn aus der Auflistung von "Banalitäten der 80er und 90er Jahre" ziehen. Er selbst diagnostiziert beim Autor (und einigen von Illies` Kollegen, die er allerdings nicht namentlich nennt) eine erhebliche Selbstüberschätzung. Von dieser "Nabel der Welt"-Attitüde fühlt sich der Rezensent spürbar abgestossen und fragt sich, wen denn solche Schilderungen überhaupt interessieren sollten.
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