Klappentext

Im Westen endlich was Neues: die Wahrheit über Amerika. Felicitas Hoppe auf Expedition in einem unbekannten Amerika: Zehntausend so komische wie hochpoetische Meilen reist Hoppe von Boston über San Francisco bis Los Angeles und zurück nach New York. Hellwach und hellsichtig begibt sie sich als literarischer Wirbelsturm auf die Spuren von Ilf und Petrow, zweier russischer Schriftsteller, die 80 Jahre vor ihr unterwegs waren und zu Kultfiguren wurden. Ob Hoppe mit ihnen die Ford-Werke und den ersten elektrischen Stuhl besichtigt, nebenbei den Zaun von Tom Sawyer streicht, in einem Tornado verschwindet oder im Auge des Sturms auf Quentin Tarantino persönlich trifft - 'Prawda' (russisch: Wahrheit) lässt die Leser Dinge sehen, wie sie über das unglaublichste Land der Erde noch nie geschrieben wurden: eine literarische Weltentdeckung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.03.2018

Wer sich mit Felicitas Hoppe auf eine amerikanische Reise begibt, sollte vorgewarnt sein, meint Rezensentin Frauke Meyer-Gosau: Sehenswürdigkeiten und geografische Stationen werden hier allenfalls angerissen. Vielmehr nimmt uns die Autorin mit auf eine ebenso fantasie- wie assoziationsreiche Reise in den "Kosmos der Literatur", angereichert mit allerhand Eindrücken, Skurrilitäten, aber auch konkreten Ereignissen des Jahres 2015, fährt die Kritikerin fort, die ganz dankbar ist, für den Moment der Lektüre die reale Welt aus Hoppe Auges sehen zu dürfen. Witz und Sinnlichkeit der Sprache machen das Lektürevergnügen für Meyer-Gosau perfekt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2018

Rezensentin Angelika Overath gefällt das auf eine Stipendiaten-Reise zurückgehende Buch von Felicitas Hoppe immer dann, wenn die Autorin bei ihrer Tour auf den Spuren von Ilja Ilf und Jewgeni Petrow quer durch die USA vor allem auf ihren eigenen Kosmos und ihre "Märchen-Poetik" vertraut. Mexikanische Kakteen oder Hurrican Katrina werden dann zu Bräuten am Wegesrand, erklärt Overath. Wenn die Autorin bringschuldig Museumsbesuche und Niagara-Fälle beschreibt, wird der Text laut Rezensentin hingegen unschärfer als eine gute Reportage sein darf.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.02.2018

Paul Jandl baut auf den Erfindungsreichtum von Felicitas Hoppe. Deren Roadmovie durch Amerika  im Jahr 2015 wird für den Rezensenten zu einer "erkundenden Erfindung" amerikanischer Eigenheime, von Szenen über Thomas Edison und Quentin Tarantino, von Wahrsagerinnen und Motels, in denen alles geschehen kann. Jandl, der Hoppes Einladung gerne annimmt, weiß nicht immer, ob er es noch mit Amerika oder schon mit der Fantasie der Autorin hinter den "Schnörkelgardinen" ihrer Sprache zu tun hat. Ein Buch des Lesens von den unscharfen Rändern der Wirklichkeit, meint er.