Farhad Showghis Texte sind eigentümlich zwischen Prosa und Poesie schwebende Gebilde. Ihr Ton ist einfach und doch weich, und was sie an Bildern entwickeln ist weder nur gedacht noch ganz so gesehen - ein vielleicht unbekanntes Gebiet also am Ende aller Stadtpläne.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.04.2004
Die "kühle Schönheit" von Farhad Showghis Prosagedichten hat es Angelika Overath angetan. Die Kurztexte seien beileibe "keine leichte Lektüre", wer sich aber die Zeit nehme, sich irritieren zu lassen, wie Showghi in der Beschreibung von eigentlich Banalem die "Koordinaten der Metaphern" verschiebt und die "Ränder der Grammatik" dehnt, der lerne das Sehen neu. Das Druckbild passe sich in seiner zurückgenommenen Geschlossenheit dabei der reduzierten semantischen Struktur an, was dazu beiträgt, dass die "extreme Sublimation" des Alltags in den Texten beizeiten an Meditation grenzt. Eine "hermetische Poesie", die in radikaler Weise eine Neudeutung unserer Umgebung vornimmt: Overath ist begeistert.
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