"Ich habe lange nicht doch nur an dich gedacht" versammelt in einem umfangreichen Band ausgewählter Gedichte aus den seit langem vergriffenen Gedichtveröffentlichungen "Dich noch und" und "Das neue Leben" und größere, über die Jahre entstandene und verstreut veröffentlichte Werkgruppen, unter ihnen die Gedichte, die ihrem Autor den Mondsee- und den Meraner Lyrik-Preis einbrachten, sowie eine große Zahl neuer Gedichte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.05.2006
Eine große Nachhallzeit generiere Michael Donhausers Dichtung beim Leser, lobt und staunt Rezensent Leopold Federmair. Der vorliegende Auswahlband umfasse die nun fünfzehn Jahre andauernde Suche des Autors nach den Möglichkeiten lyrischer Ausdrucksweisen. Kennzeichnend und markant für den Rezensenten ist Donhausers unzeitgemäßer und in gewisser Hinsicht ungebrochener Rückgriff beispielsweise auf Goethe und Hölderlin, deren Inhalte er gleichwohl "entdramatisiert". Formalen Anklängen wiederum nehme er durch neue Bezüge ein wenig von ihrer Strenge. Sowohl das lyrische Ich als auch Landschaften würden in Donhausers Lyrik auf eine Weise zur Sprache gebracht, die auf "Beschwörung" aus ist. Als Inspirationsquelle für den enormen formalen und insbesondere rhythmischen Reichtum der Gedichte vermutet der Rezensent gerade die vermeintlich unzeitgemäße, aber ungemein produktive Reibung des Autors an traditionellen Formsprachen.
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