Michael Donhauser

Schönste Lieder

Gedichte
Urs Engeler Editor, Basel 2007
ISBN 9783938767252
Gebunden, 112 Seiten, 17,00 EUR

Klappentext

"Lieder, die Sätze sind", schreibt Michael Donhauser, "Sätze, die Lieder sind, schönste, weil sie erblühen, allein aus der Sprache, der Liebe, wenn sie werben oder alles Werben lassen und nur dem je eigenen Erblühen gehorchen, indem sie sich zeigen als schönste im Wechsel zwischen Lied und Satz, Satz und Lied."

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.01.2008

Fast ins Schwärmen gerät Rezensent Samuel Moser über Michael Donhausers Prosagedichte "Schönste Lieder". Die zweiundfünfzig Miniaturen widmen sich in seinen Augen den elementaren Dingen wie Wind, Licht, Nacht, Schnee, Blätter, Wärme, Gerüchen, Tageszeiten, Jahreszeiten, Lebenszeiten, auch Not, Sorge, Furcht, Liebe, Begehren. In der Form relativ frei und in der Sprache eher karg zeichnen sich die Gedichte für Moser durch wunderbare Musikalität aus. Sie zeugen seines Erachtens zudem von "unüberbietbarer Präsenz" und einer starken Subjektivität, ohne dass der Autor aufdringlich ein "Ich" ins Zentrum rücke. Es sind für Moser Gedichte, die nicht ein "ewiges, unberührtes Sein" besingen, sondern ein "wirkendes und sich also auch verwirkendes".
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