Felix Philipp Ingold

Gegengabe

Aus kritischen, poetischen und privaten Feldern.
Cover: Gegengabe
Urs Engeler Editor, Basel, Weil am Rhein 2009
ISBN 9783938767597
Gebunden, 716 Seiten, 39,00 EUR

Klappentext

Felix Philipp Ingolds Gegengabe - Folgeband zu seinem großen Dichtwerk Wortnahme (Engeler 2005) - ist ein literarisches Kompendium, gleichermaßen geeignet zum Nachlesen, Nachdenken und Nachschlagen, ein ebenso weitläufiges wie vielfältiges Buch, das reiche Gaben aus der Dreifelderwirtschaft des Autors bereithält: Kritisches in Form von Essays, Rezensionen und Traktaten, Poetisches in Form von Gedichten, dichterischer Prosa und Übersetzungen, Privates auch, das auf Reisen, beim Lesen, aus Träumen oder aus persönlichen Korrespondenzen zusammengetragen wurde. Zu Ingolds Gegengabe gehört auch eine Auswahl seiner Fotobilder, in denen alltägliche, bisweilen triviale Motive in jenem Augenblick festgehalten sind, da sie ins Künstliche, ja Fantastische zu kippen scheinen - ein Punkt, ein Effekt, den immer wieder auch die Texte dieses Autors kenntlich machen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.08.2009

Felix Philipp Ingolds Band "Gegengabe" hat Rezensent Martin Zingg wunderbar gefallen. Er würdigt das schön aufgemachte Werk als "poetische Rückschau", die leichthändig eine Fülle von Textgattungen - Essays, poetologische Notizen, Lektüreberichte, Porträts, Gedichte und Erinnerungen - zusammenbringt. Der Reichtum an Anmerkungen und Betrachtungen, an Aufsätzen über bekannte und weniger bekannte Schriftsteller, an Begegnungen und Erinnerungen hat Zingg sehr beeindruckt. Dabei findet er die Lektüre des Bands nie beschwerlich. Im Gegenteil: "genussvoll" kann er sich immer wieder darin verlieren. Mit Lob bedenkt er auch die "konzise, federnde Sprache" des Autors. Sein Resümee über den Band: die "reiche Ernte eines unablässig lesenden und reflektierenden und beides genießenden Zeitgenossen".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.08.2009

Eingenommen ist Rezensent Burkhard Müller für diesen Band des Literaturwissenschaftlers, Übersetzers und Schriftstellers Felix Philipp Ingold. Er schätzt ihn nicht nur als ein Alterswerk mit einem "gelassenen Verhältnis zur Form", sondern betrachtet ihn gar als eine "neue Art von Buch", weil es unterschiedliche Gattungen - autobiografische Formen, Essays oder Gedichte - vereint. Generell sieht er die Intention des Autors darin, "auf dem Weg des Überpersönlichen etwas Höchstpersönliches" zu realisieren. Er hebt hervor, dass Ingold hier die Distanz zum Gegenstand, der Literatur, die er als Philologe immer zu wahren hatte, aufgeben kann und dies auch tut. Der Band zeichnet sich für ihn aus durch seinen ungeheuren Reichtum an Leseerfahrung. Ja, Müller sieht darin den Beweis des Satzes, dass Lesen klug mache. Und nicht nur das: im Fall des vorliegenden Werks kann der Rezensent auch sagen: Lesen macht glücklich.
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