Der Briefwechsel erstreckt sich von 1848 bis 1889: 40 Jahre deutsche Geschichte und Kultur im Dialog zwischen einer emanzipierten, freidenkerischen Schriftstellerin und Salondame und einem Repräsentanten der politischen Macht. Mit einer Einführung von Eckart Kleßmann.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 19.10.2000
Barbara Hahn wirbt in ihrer Besprechung in erster Linie mit Zitaten für diesen Briefwechsel. Vor allem diese lassen denn auch das `Anregende und Dramatische` der Korrespondenz zwischen der Schriftstellerin und dem aufgeklärten Fürsten von Weimar erkennen. Deutlich macht Hahn allerdings, wie sich die beiden Korrespondenten zunächst an die Spitze einer gesellschaftlichen Bewegung stellten, um sich später mit aller Kraft gegen eine Moderne zu stemmen, die nicht mehr im Dienste von `Schönheit und Idealismus` steht. Und Sehr deutlich weist Hahn darauf hin, dass es sich bei dem Band um den Nachdruck einer Ausgabe von 1932 handelt, auf die keinerlei Bezug genommen werde. Dabei ist doch deren Einleitung laut Hahn weitaus informativer als die neue von Eckart Kleßmann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2000
Gerda Marko stellt sich in ihrer Rezension vor allem die Frage, aus welchen Gründen der Briefwechsel zwischen Carl Alexander und der Schriftstellerin Fanny Lewald über so viele Jahrzehnte angehalten hat. Die Gründe vermutet sie vor allem darin, dass Lewald dem Prinzen gegenüber recht gemäßigt auftritt. Es sei nicht viel zu spüren von ihrer "kämpferischen Leidenschaft und ihrer Freude an Provokation". Zwar trete sie auch Carl Alexander gegenüber beispielsweise für die Emanzipation und Ausbildung der Frauen ein - jedoch in so gemilderter Form, dass dies auch für den Fürsten akzeptabel und "leicht verdaulich" blieb. Carl Alexander wiederum macht seine Verehrung in den Briefen an Lewald stets deutlich und wird nicht müde, "seine Wertschätzung" auszudrücken, was ihr, so Marko, überaus geschmeichelt haben dürfte. Insgesamt findet die Rezensentin diese Briefe durchaus lesenswert, wenn sie ihr auch bisweilen "betulich" und auch "bieder" erscheinen. Großes Lob äußert Marko über die editorische Arbeit, die beigefügten Lebensläufe und Anmerkungen sowie die "kundige Einführung" durch Eckart Kleßmann".
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…