Aus dem Amerikanischen von Kristian Lutze. Was ist wirklich wichtig im Leben? Diese Frage stellt sich der Ritter Sir Thomas Lemuel Hawke im Jahr 1483 am Vorabend einer großen Schlacht. Aus Furcht, seine vier Kinder vielleicht nicht aufwachsen zu sehen, hinterlässt er ihnen einen langen Brief. In zwanzig Fabeln schildert er, wie ein jeder seinem Leben Schönheit und Bedeutung verleihen kann, indem er Werte wie Dankbarkeit, Freundschaft und Ehrlichkeit zur Grundlage seines Handelns macht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.09.2016
Tilman Spreckelsen empfiehlt jungen Rittern lieber den Parzival als das wenig elegante Buch von Ethan Hawke. Die Werte von 1483 auf die Gegenwart anzuwenden ist das eine, findet Spreckelsen, dafür eine ansprechende Form zu finden, ist etwas anderes. Den Verfall des guten alten Rittertums, wie ihn der Absender des fiktiven Briefes bei Hawke beklagt, rührt den Rezensenten wenig, auch weil die daraus abgeleiteten Ratschläge (Verantwortung! Demut! Genuss! Atmung!) für Spreckelsen wie aus einer Yoga-Session klingen. Zu allem Überfluss kann der Autor nicht schreiben und doziert mal angestrengt schlicht, dann wieder ritterlich gravitätisch. Spreckelsen muss gähnen.
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