Erik Peterson

Heis Theos

Epigraphische, formgeschichtliche und religionsgeschichtliche Untersuchungen zur antiken 'Ein-Gott'-Akklamation. Ausgewählte Schriften Band 8
Cover: Heis Theos
Echter Verlag, Würzburg 2012
ISBN 9783429026363
Gebunden, 651 Seiten, 68,00 EUR

Klappentext

Erik Petersons Untersuchungen zur antiken Formel "Ein Gott" sind seit ihrem Erscheinen 1926 das Standardwerk zum Thema "Akklamation". Auch für die Monotheismus-Forschung und den Problemkreis einer politischen Theologie ist "Heis Theos" bis heute von Bedeutung. 86 Jahre nach der Publikation der Dissertations- und Habilitationsschrift Petersons ist dieses über viele Jahrzehnte vergriffene Werk nun wieder in der originalen Fassung verfügbar. Christoph Markschies, Henrik Hildebrandt u.a. ergänzen Petersons Studien mit einem Überblick über die weitere Entwicklung der Heis-Theos-Forschung und mit einem umfassenden aktuellen Nachtrag seither aufgefundener Belege der antiken Formel in Epigraphik, Liturgie und Literatur. Thematisch benachbarte Texteditionen aus dem Nachlass Petersons sowie ein Beitrag von Barbara Nichtweiß zur Entstehungsgeschichte und Bedeutung von "Heis Theos" runden den Band ab.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2012

Die Wiederveröffentlichung von Erik Petersons Studie zum Ursprung der Akklamation im Rahmen der "Ausgewählten Schriften" Petersons findet Rezensent Roland Kany begrüßenswert. Zwar wirkt der erstmals 1926 erschienene Text auf Kany gleichermaßen faszinierend wie ein wenig verstaubt. Dass dem Historiker Peterson mit seinem Versuch, anhand von syrischen und ägyptischen Zeugnissen (auf Grabsteinen, Amuletten etc.) die Anrufung des "einen Gottes" als eine rechtsgeschichtliche und politische Praxis auszuweisen, ein profunder Wurf gelungen ist, bezweifelt er allerdings nicht. Wenn die durch weitere Nachträge und Ergänzungen aus Petersons Nachlass ohnehin umfangreicher geratene jetzige Ausgabe von Christoph Markschies und Henrik Hildebrandt zusätzlich um nach 1926 publizierte "Ein-Gott-Inschriften" erweitert wird, ist das für Kany eine willkommene Aktualisierung von Petersons Studie, die, wie er findet, allerdings besser als eigenständige Arbeit veröffentlich worden wäre.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.06.2012

Dem jetzt in einer Neuausgabe erscheinenden, erstmals 1926 publizierten Buch von Erik Peterson spricht Jürgen Busche den Rang von Georg Lukacs' "Geschichte und Klassenbewusstsein" oder Heideggers "Sein und Zeit" zu. Busche erklärt, dass der Band durch Christoph Markschies' Nachwort und Erläuterungen auf das Doppelte seines ursprünglichen Umfangs angewachsen sei. Als "gewaltige" Materialsammlung zu Gebrauchsweisen der antiken Formel "Heis Theos", deren jede der Autor einer sorgsamen philologischen Überprüfung unterzieht, taugt ihm der Band zu mancher Erkenntnis, etwa im Bereich der Liturgie. Den Abschluss der 14-bändigen Peterson-Werkausgabe erwartet er mit Spannung.
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