Erich Loest

Der Mörder saß im Wembley-Stadion

Kriminalroman
Cover: Der Mörder saß im Wembley-Stadion
Steidl Verlag, Göttingen 2006
ISBN 9783865212504
Gebunden, 199 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

London 1966: Eine Serie brutaler Raubüberfälle hält die Stadt in Atem. Während Kommissar George Varney fleißig in die falsche Richtung ermittelt, wird ein Journalist ermordet - nicht das letzte Opfer in einem vertrackten Fall ...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2006

Wer der Mörder ist in diesem Krimi von Erich Loest, verrät Sabine Brandt natürlich nicht, dass die Geschichte spannend ist, dagegen schon. Angezogen durch den Titel des Buches, Fußballreminiszenzen im Kopf, fragt sie sich erst einmal, wie ein Autor der DDR im Jahre 1967 einen Text schreiben konnte, in dem die westdeutsche Elf bei der WM in England eine Rolle spielt. Dies Rätsel löst die Rezensentin für uns: Seinerzeit war Loest nämlich Hans Walldorf. Das Buch, erklärt Brandt, sei unter Ulbricht sogar verfilmt worden. Dass die Neuausgabe nur im Hinblick auf geografische Ungenauigkeiten korrigiert wurde, findet Brandt in Ordnung. Der Rest erscheint ihr vertrauenswürdig wie der Autor.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.06.2006

Bestnoten vergibt Rezensentin Evelyn Finger an diesen "sportlichen und angriffslustigen" Fußballkrimi, den Erich Loest ihren Informationen zufolge um 1966 herum geschrieben hat. Denn Loest streut aus ihrer Sicht "unnachahmlich lässig" beträchtliches Fußballspezialwissen in seine Krimihandlung ein, eine "verzwickte Gangstercharade" mit Agatha-Christie-Anklängen und Scotland-Yard-Elementen im London der Fußballweltmeisterschaft des Jahres 1966. Mit einiger Rührung gibt die Rezensentin außerdem Details aus Loests Nachwort zu Protokoll, zum Beispiel über die von ihm empfundene Scham und Wut, als er nach seiner Übersiedelung in den Westen das echte Londoner Wembleystadion besichtigen konnte, das er sich seinerzeit für seinem Krimi in der Bücherei zusammenrecherchieren musste. Im Roman hat es daher wenig Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit, was die Rezensentin allerdings im Gegensatz zu Loest völlig unerheblich findet.
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