Erhard Eppler

Auslaufmodell Staat?

Cover: Auslaufmodell Staat?
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783518124628
Kartoniert, 240 Seiten, 9,00 EUR

Klappentext

Darf eine Gesellschaft die Frage, was Pflicht und Aufgabe eines Staates ist, neoliberalen Ökonomen überlassen? Der frühere Entwicklungsminister Erhard Eppler antwortet: nein! und belegt in einem leidenschaftlichen Plädoyer, daß wir keinesfalls auf den Staat verzichten können.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.07.2005

Fabian Löhe schätzt Erhard Eppler als "feingeistigen SPD-Vordenker" und diese Schrift hat seiner Meinung im anstehenden Wahlkampf besondere Aktualität. Vor allem für Sozialdemokraten dürfte das Buch Bedeutung haben, da Eppler ihnen das notwendige theoretische Rüstzeug zur Verteidigung des Staates liefere. Weit holt Eppler dabei aus, um zu erklären, dass der starke Staat zwar nicht alles sei, aber ohne den starken Staat alles nichts: Der Markt brauche ihn, die Gesellschaft zur Durchsetzung des Rechts und selbst die europäische Integration. Inhaltlich scheint Löhe nichts gegen Epplers Ausführungen einzuwenden zu haben, er stört sich allerdings an den allzu häufigen rhetorischen Fragen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.07.2005

Überzeugend findet Rezensent Johanno Strasser dieses Buch von Erhard Eppler, in dem sich der frühere SPD-Minister gegen die Auflösungsprozesse des Staates unter dem Diktat des neoliberalen Marktfundamentalismus wendet. Wie er berichtet, führt Eppler vor Augen, wie der Vormarsch der neoliberalen Ideologie zu einer gefährlichen Schwächung der Staatlichkeit geführt hat. Angesichts der wachsenden ökologischen und sozialen Probleme dürfe die Entwicklung nicht weiter den Kräften des Marktes überlassen werden. Eppler zeige "mit aller Eindringlichkeit", dass die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, nicht dadurch zu lösen sind, dass wir die Verantwortung auf den Markt abschieben. Ihre Lösung bedürfe der Politik. Zustimmend zitiert Strasser Epplers Fazit: "Der Staat ist kein Auslaufmodell. Ohne sein Gewaltmonopol ist die technische Zivilisation des 21. Jahrhunderts nicht lebensfähig."

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