Aus dem Englischen von Agnes S. Fabian and Hellmut Roemer. Dies ist die Geschichte eines behüteten Mädchens, das unbequeme Fragen stellt, die Geschichte einer mutigen, tapferen Frau, die früh verwitwet ihre fünf Kinder allein durchbringt. Es ist die Geschichte von Emmeline Pankhurst (1858-1928), die sich so gründlich über die Verhältnisse in ihrem Land empörte, dass sie zur bekanntesten und radikalsten der "Suffragetten" wurde. Diese Frauen kämpften vor dem Ersten Weltkrieg für ihr Wahlrecht und versetzten damit nicht nur die englischen Männer in Angst und Schrecken.
1903 gründete Pankhurst die radikal bürgerliche Woman's Social and Political Union (WSPU) und schlug von da an in der bisher so friedlichen wie erfolglosen Frauenbewegung neue Töne an.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.08.2016
Hedwig Richter schreibt mit Sympathie für die britischen Suffragetten, die 1903 mit der Gründung der Women's Social and Political Union die Forderung nach dem Frauenwahlrecht nicht mehr über die Arbeit in den politischen Parteien durchsetzen wollten, sondern als eigenen, auch militanten Kampf. Zustimmend zitiert sie einige Passagen über Doppelmoral und Ungerechtigkeit aus Emmeline Pankhursts Erinnerungen, zu denen sie allerdings nicht mehr sagt, als dass der Steidl Verlag die Ausgabe von 1996 in leichter Überarbeitung wiederaufgelegt hat. Wichtig scheint der Rezensentin, dass die deutschen und amerikanischen Frauen ganz ohne Militanz und zehn Jahre vor den Britinnen das Wahlrecht erhielten.
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