Rudyard Kipling

Das Dschungelbuch 1 & 2

Cover: Das Dschungelbuch 1 & 2
Steidl Verlag, Göttingen 2015
ISBN 9783958290495
Gebunden, 520 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Andreas Nohl. Die Geschichten von Mogli, der bei Wölfen aufwächst, und seinen Freunden, dem Panther Baghira und dem Bären Balu, zählen zu den bekanntesten Erzählungen der Weltliteratur. Bis heute beflügeln Rudyard Kiplings "Dschungelbücher" Phantasie und Sehnsucht der Leser, der (ganz) jungen und jugendlichen, der erwachsenen. Denn es ist ein Werk für alle Generationen, das vom Aufwachsen Moglis im Dschungel ebenso erzählt wie von Purun Baghat, dem hohen Minister, der eines Tages alles stehen und liegen lässt, um in den Himalaya aufzubrechen und sich den letzten Fragen des Lebens zu stellen.
Diese Ausgabe folgt, anders als bisherige Übersetzungen, der von Kipling autorisierten "Outward Bound Edition", in der die Mogli-Geschichten vollständig im ersten Band des "Dschungelbuchs" versammelt sind, die berühmten anderen Erzählungen wie "Rikki-Tikki-Tavi" oder "Die weiße Robbe" im zweiten Teil. Erstmals können die deutschen Leser so den Abenteuern des 'Menschenwelpen' Mogli im Zusammenhang und bis ins Erwachsenenalter als Wildhüter folgen. Um diese Geschichte, "Im Rukh", ist unsere Edition erweitert. In seiner Übertragung hält Andreas Nohl dem reichen literarischen Stil Kiplings, in dem sich Altsprachliches mit überraschenden Neuwendungen mischt, die Treue, ohne sich jedoch sklavisch zu unterwerfen.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 24.12.2015

Gern lässt sich Rezensent Norbert Zähringer von Andreas Nohls Neuübersetzung des Kiplingschen Dschungelbuchs verführen. Den Film hat er schnell vergessen, derart zieht ihn die Story um Mogli in der Obhut der Dschungeltiere in Bann. Dass Nohl durch eine raffinierte Neuordnung von Kiplings zwischen 1883 und 1895 erschienenen Erzählungen aus den Texten einen Entwicklungsroman schafft, gefällt Zähringer gut. Ebenso die Tatsache, dass der Autor zumindest in diesen Texten weniger als der überzeugte Imperialist rüberkommt, der er möglicherweise gewesen ist. Als Geschichte von Gewalt und Tod und Liebe und Wundern, die die Sicht der Tiere starkmacht und damit die Kinderperspektive auf die Welt der Erwachsenen, besticht der Text laut Zähringer nach wie vor.
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