Aus dem Amerikanischen übersetzt von Gabriele Herbst. Monrovia, 8. November 2005. Im durch Armut und Bürgerkriege zerrütteten Liberia finden Wahlen statt. Zum ersten Mal in der Geschichte Afrikas kommt eine Frau an die Macht. Am 16. Januar 2006 wird Ellen Johnson Sirleaf als erste demokratisch gewählte Staatschefin vereidigt. Große Aufgaben warten auf sie: Sie muss das Land wieder aufbauen, die Korruption bekämpfen und neue Jobs für Kindersoldaten finden - und Sirleaf schafft es: Sie gibt einer Krisenregion die Zuversicht zurück. Ellen Johnson Sirleafs Lebensgeschichte ist geprägt vom Kampf gegen Armut und soziale Ungerechtigkeit. Die Enkelin eines deutschen Großvaters wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Mehrfach musste die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin ihre westafrikanische Heimat verlassen, weil sie als Finanzministerin Kritik an den bestehenden politischen Verhältnissen geübt hatte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.11.2009
Rezensentin Rebecca Hillauer zeigt sich beeindruckt von diesem Buch. Die Memoiren von Afrikas erster und einziger demokratisch gewählter Staatspräsidentin erzählen ihr vom Aufstieg Ellen Johnson Sirleafs aus bescheidenen Verhältnissen, von Sirleafs Familie und immer auch von den größeren Zusammenhängen, von Liberias Geschichte und den Widerständen gegen eine Frau, die ihren Weg ging. Für Hillauer "spannender Lesestoff", angereichert mit Ironie und Humor, für alle politisch Aufgeweckten.
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