Kein Krieg hat die Welt so erschüttert und umgestaltet wie der Zweite Weltkrieg. Er war der letzte deutsche Krieg im umfassenden Sinn des Worts. Die Geschichtsschreibung hat auch in Jahrzehnten nicht mit ihm abschließen können, selbst Teile der militärischen Ereignisgeschichte erscheinen durch neu entdeckte oder erschlossene Quellen in Archiven auf der ganzen Welt auch in neuem Licht. Nach einer Phase verstärkten Interesses an einer Perspektive "von unten", von Soldaten und Opfern her, unternimmt Elke Fröhlich eine neue Gesamtdarstellung, die wieder mehr die Kriegsführung durch das NS-Regime und die Wehrmacht selbst akzentuiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.05.2014
Begeistert zeigt sich Rainer F. Schmidt angesichts dieser innovativen wie instruktiven Gesamtschau über den Zweiten Weltkrieg von Elke Fröhlich. Wie die Zeithistorikerin detailreich und auf dem Stand der Forschung militärische Vorgänge dokumentiert, aus globaler Perspektive das Kriegsgeschehen erfasst und Forschungsgeschichte bündelt, imponiert dem Rezensenten. Für besonders stark hält Schmidt die präzise Argumentation der Autorin, ihre Analyse des Westfeldzuges, ihre Nachzeichnung der Kriegserklärung Hitlers an die USA sowie die mit Hilfe von Augenzeugenberichten erreichte Nachzeichnung von Massenmord und Holocaust. Dass die Autorin besonders im einleitenden Kapitel allzu fixiert auf Hitler argumentiert, wie der Rezensent konstatiert, scheint da verzeihlich.
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