Elizabeth Bowen

Das Haus in Paris

Roman
Cover: Das Haus in Paris
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 9783895612411
Gebunden, 407 Seiten, 24,50 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sigrid Ruschmeier. In einem unheimlichen Haus in Paris treffen 1935 der neunjährige Leopold und die zwei Jahre ältere, pragmatische Henriette aufeinander. Leopold, der bisher mit seinen Adoptiveltern in Italien gelebt hat, wartet sehnsüchtig und doch voller Angst auf seine leibliche Mutter, der er hier zum ersten Mal begegnen soll. Über den beiden unterschiedlichen Kindern, im ersten Stock, liegt die alte Mme Fisher im Sterben, während ihre traurige Tochter Naomi hilflos um sie herumflattert. "Das Haus in Paris" ist eine Horrorgeschichte, eine Komödie, und ein Roman der Gefühle von verhängnisvoller Liebe und gewaltsamem Tod.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.04.2003

Kristina Maidt-Zinke freut sich, dass mit diesem Roman, der 1935 erstmals auf Englisch erschien, die Wiederentdeckung der irischen Autorin weiter vorangetrieben wird. Die Qualität des Buches, das Motive aus Melodram und Horrorgeschichte aufweist, macht die Rezensentin am "kunstvollen Umgang mit Sprache" fest. Sie gerät angesichts der Beschreibungen der "Seelenregungen" der Protagonisten, der knappen Landschaftsbeschreibungen und der prägnanten Personenporträts ins Schwärmen und betont, dass nicht die dramatische Handlung, sondern die "zarte, flüchtige Textur" der Schilderungen die große Wirkung dieses Romans ausmacht. Dass es der Übersetzung nicht an allen Stellen gelingt, die Sprachmelodie Bowens wiederzugeben, bedauert die Rezensentin zwar, doch kann das ihre "Vorfreude" auf die deutsche Fassung weiterer Romane der Autorin nicht schmälern.
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