Die lakonischste und für hohe (und falsche) Töne wohl am wenigsten anfällige Dichterin Österreichs mischt ihre schon klassische wiener mischung neu durch. 1982 erschien eine Sammlung von Gedichten und Kurzprosa mit dem Titel wiener mischung. Fast 20 Jahre später stellt Elfriede Gerstl nun eine neue Mischung zusammen, die einiges aus dem alten Band wieder aufnimmt, aber neu durchgesehen und vor allem mit jüngeren Texten ergänzt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.07.2001
Der Rezensent mit dem Kürzel czz. findet Freude an diesen Gedichten von Elfriede Gerstl. Seiner Meinung nach trifft sie mit diesem Band, der eine mit neue Gedichten angereicherte Wiederauflage eines vergriffenen Gedichtbandes ist, genau das richtige Mischverhältnis zwischen "spitzen Stichen in Richtung (intellektueller) In-Groups" und Selbstironie. Kaum eine menschliche Regung ist Gerstl fremd, glaubt der Rezensent, und dennoch ergehe sich die Dichterin nicht einfach in den "Niederungen der 'Befindlichkeit'", sondern reichere ihre Beschreibungen mit dem einen oder anderen 'theoriebissen' an.
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