Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.05.2002
Der mit "czz" kürzelnde Rezensent zeigt sich recht angetan von Gerhard Rühm poetischen "Schwellenchronik", die jetzt als Faksimile der Originalpartitur vorliegt. Rühm stellt damit nach Ansicht des Rezensenten unter Beweis, dass die höchst prosaische Form der Kurznachricht "auch für höhere Kunstübungen taugt". Wie der Rezensent ausführt, dienen Rühm ein gutes Dutzend Meldungen, die er der Tagespresse unmittelbar vor und nach der Jahrtausendwende entnommen hat, als Material für ein nach einer "ausgeklügelten poetisch-musikalischen Methode" gestaltetes zweistimmiges Sprechstück. Als Kontrapunkt zur "Prosa der Verhältnisse" fügt Rühm laut Rezensent den Meldungen Passagen einer Angelologie, einer Engelskunde hinzu, die den Rezensenten durch eine Reihe recht prosaischer Aspekte verblüfft hat.
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