Elena Ferrante

Tage des Verlassenwerdens

Roman
Cover: Tage des Verlassenwerdens
List Verlag, München 2003
ISBN 9783548680552
Taschenbuch, 272 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Anja Nattefort. Eine junge, attraktive Frau wird plötzlich von ihrem Mann verlassen. Allein mit den beiden Kindern und dem Hund fällt sie in einen dunklen Abgrund, dessen Existenz sie früher nicht einmal erahnt hätte. Der schwindelerregende Fall Olgas, ihr Scheitern an den ganz alltäglichen Dingen und ihr Zweifel an ihrer weiblichen Identität lassen den Leser nicht mehr los. Mit einer kraftvollen, sensiblen Sprache führt die Autorin den Leser bis zum dunkelsten, schmerzvollsten Grund weiblicher Erfahrung.

Im Perlentaucher: Rezension Perlentaucher

Es gibt Erlebnisse, die einen Menschen zerstören. Das Verlassenwerden gehört dazu. Wöchentlich lesen wir in den kleinen vermischten Nachrichten von Männern, die die Frauen, von denen sie verlassen wurden, auf oft bestialische Weise umbringen. Immer wieder werden auch die Kinder mit niedergemetzelt. So gut wie nie lesen wir von den zahlreichen Frauen, die in der Klappsmühle landen, nachdem sie verlassen wurden. In ihrem Roman "Tage des Verlassenwerdens" ("Il giorno dell'abbandono") schildert die italienische Autorin Elena Ferrante wie die Icherzählerin, nachdem ihr Mann sie verlassen hat, bei klarstem Verstand in den Wahn rutscht. Einhundert Seiten des 250 Seiten langen Buches nimmt die Schilderung eines einzigen Tages ein. Es ist der Tag, an dem die Erzählerin den Höhepunkt ihres Wahns erreicht, der Tag, an dem sie, die nie aufhört sich zu beobachten, erfährt, wie sie beinahe in die Schizophrenie abgestürzt wäre. Wer "Die gelbe Tapete" von Charlotte Perkins-Gilman gelesen hat, der hat eine Ahnung von der emotionalen Durchschlagskraft der Erzählung von Elena Ferrante...
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