Deutsches Forum für Kunstgeschichte. Herausgegeben von Thomas W. Gaehtgens. Mit 40 schwarzweißen Abbildungen. Anselm Feuerbach (1829 -1880) gilt neben Hans von Marees und Arnold Böcklin als der vielleicht konsequenteste Vertreter der so genannten Deutschrömer und einer klassisch orientierten Malerei des Neuidealismus, einer vor allem deutschen Klassifizierung und Vereinnahmung aus dem Geist der Gründerzeit und der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Er selbst leistete solchen Prägungen in Wort und Bild Vorschub. Die unvoreingenommene Betrachtung seiner Malerei in ihren Quellen, Vergleichen und nach Verlauf der Biographie lässt aber ein ungleich reicheres Bild zeichnen. Eine der wichtigsten Stationen seiner Lehr- und Wanderjahre war Paris zwischen 1851 und 1854. Der Louvre, das Atelier Thomas Coutures und die Auseinandersetzung mit der modernen zeitgenössischen Malerei in Frankreich setzten entscheidende Akzente für seine Entwicklung als Maler. In seinen Schriften und Bildern soll daher dem "Bildungswerk Paris" in all seinen Facetten nachgegangen und eine deutsch-französische Wechselbeziehung Thema werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.06.2006
Als "inspirierten, facettenreichen Beitrag zum Kunsttransfer" zwischen Deutschland und Frankreich lobt Rezensent Frank Zelger die Studie Ekkehard Mais zu Feuerbachs Paris-Aufenthalten zwischen 1851 und 1854. Anschaulich erläutert Mai, wie fruchtbar und grundlegend sich der Kontakt mit der französischen Kultur (insbesondere die Erkundung des Louvre und die Beschäftigung mit der zeitgenössischen Malerei) auf Feuerbachs Entwicklung sowie sein Reifewerk ausgewirkt habe.
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