Mit epochalen Ereignissen und Gestalten um den jungen Kaiser Otto III. wird ein Panorama der ersten Jahrtausendwende entfaltet ? von Rom als Zentrum bis in den Orient und hohen Norden. Die Nationen nehmen Gestalt an, ein geistiger Aufbruch zeichnet sich ab.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Diesen zweiten Band (der erste erschien 1996) einer zweibändigen Monographie über den Kaiser der letzten Jahrtausendwende bespricht Johannes Fried mit Wohlwollen. Ekkehard sei ein Außenseiter der Mittelalterforschung, weil er nicht aus der Universität kommt. Fried erkennt gleich den Vorteil, den so etwas haben kann - er lobt die erzählerische Qualität des Buchs, mit der es bei der universitären Forschung nicht immer so gut bestellt ist. Wirklich Neues werde in dem Band zwar nicht vorgelegt, aber er erscheine als ein "bedeutender Beitrag zur Geburt und allmählichen Konstituierung" eines europäischen Zusammenhangs. Eickhoff berichte zumal von der Ausdehnung der lateinisch-christlichen Kultur nach Norden und Osten. Fried lobt auch die vielen Karten und Skizzen, die dem Leser einen Überblick geben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999
An dieser Abhandlung findet Hanno Helbing vor allem Eickhoffs subtile Quellenkritik bemerkenswert, die durch die Tatsache erschwert wird, dass Zeitgenossen oft sehr verklärend über Otto III. berichtet haben. Die Methode des Abwägens und Vergleichens, bei der der Autor auch die Zeitstimmung nicht ausser acht gelassen habe, führe zu Korrekturen im Bild des Kaisers. Angesichts Eickhoffs Recherchen erweise sich die Vorstellung von Otto III. als einem Träumer als überholt: "Die Politik Ottos III. war nicht weniger wirklichkeitsnah als die der drei sächsischen Herrscher vor ihm", zitiert Helbing zustimmend den Autor. Mit dieser Abhandlung vertiefe Eickhoff die Erkenntnisse, die Helmut Beumann mit dem Buch "Die Ottonen" 1987 vorgelegt habe.
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