Aus dem Englischen von Ina Pfitzner. Mehr als 1 000 Jahre vor Kopernikus, Galilei und Newton haben viele Gelehrte das Wissen der Antike bewahrt, Naturerscheinungen beobachtet und experimentiert. John Freely lässt zum ersten Mal die faszinierenden Entdeckungen der mittelalterlichen Menschen Revue passieren und weist nach, dass - entgegen unseren Vorstellungen - die Grundlagen der modernen Wissenschaft und zahlreicher moderner Theorien wesentlich früher gelegt wurden, ja viele Erkenntnisse im Mittelalter vorweggenommen wurden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2014
Thomas de Padova möchte die These des Physikers John Freely, wonach die abendländische Wissenschaft kontinuierlich vom frühen Mittelalter bis zu Newton voranschreitet, zwar nicht teilen. Zu viele Brüche ahnt Padova in der Kette von Persönlichkeiten, die der Autor in seinem Buch vorstellt. Fasziniert hat ihn die Lektüre dennoch, vor allem in den Passagen, da Freely über die Wissenschaftler-Biografien hinaus- und epochale Fragen angeht, etwa zur Entstehung des Regenbogens. Zum Glück entdeckt der Rezensent dergleichen Fragen in fast jedem Kapitel des Buches. Und dann ist da noch etwas, das den Rezensenten aufhorchen lässt: Wissensvermittlung, so suggeriert ihm eine der vielen im Band verzeichneten Randbemerkungen, funktionierte nie nur über Gelehrte und ihre Texte, sondern durchaus auch in mündlicher Form und über den Umgang mit Werkzeugen und Materialien. Solche Entdeckungen machen Freelys "Who is who" der frühen Wissenschaft für Padova selbst zur Fundgrube des Wissens.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…