Aus dem Englischen übersetzt von Susanne Held. Mit einem farbigen Tafelteil. Chris Wickham präsentiert das europäische Mittelalter als eine Epoche gewaltigen Tatendrangs und tiefgreifenden Wandels. Er erklärt die wichtigsten Veränderungen in den einzelnen Jahrhunderten, zu denen so zentrale Krisen und Ereignisse wie der Untergang des weströmischen Reichs, die Reformen Karls des Großen, die feudale Revolution, die Zerstörung des byzantinischen Reichs, und das entsetzliche Wüten der Pest gehören. Mit Momentaufnahmen unterstreicht Wickham, wie sich die verändernden sozialen, ökonomischen und politischen Umstände auf das Alltagsleben der Menschen und auf internationale Ereignisse auswirkten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.04.2018
Michael Borgolte hat Mühe bei der Lektüre von Chris Wickhams Buch. Das Fehlen einer Problemorientierung lässt den Band in Einzelstudien zerfallen, schreibt er, zudem fehlt es an Stringenz. Die vom Autor eingeschobenen Resümees befriedigen Borgolte auch nicht. Ein Mangel an Klarheit und narrativem Talent lassen ihn die eigentlich wertvollen Einsichten des Autors beinahe aus den Augen verlieren. Die liegen für den Rezensenten etwa in der Kritik an einer entwicklungsgeschichtlichen Betrachtung der Zeit zugunsten des historischen Wandels als Leitkategorie bei der Darstellung der Geschichte Europas im Mittelalter.
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