Eckhard Fuhr

Schafe

Ein Portrait
Cover: Schafe
Matthes und Seitz Berlin, Berlin 2017
ISBN 9783957573995
Gebunden, 136 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Kaum ein Tier hat auf uns eine so tröstliche Wirkung wie das sanftmütig blickende und freimütig blökende Schaf: Gemalt in bukolischen Idyllen, begleitet von der Sehnsuchtsgestalt des Schäfers und als Agnus Dei geduldiger Träger der Frohen Botschaft ist es das Symbol für Schicksalsergebenheit par excellence. Mit seinem Tierportrait ist Eckhard Fuhr angetreten, das Schaf aus seiner ewigen Opferrolle zu befreien. Denn wer weiß schon, dass es an der Schwelle zur Neuzeit unter den Menschen zutiefst verhasst war, da seine Einführung Tausende Bauern ins Elend riss? Daneben erzählt das Portrait jedoch auch die Kulturgeschichte des jahrtausendealten Miteinanders von Mensch und Schaf unter treuer Begleitung des Hundes. Dadurch wird klar, dass in diesem Tier und seiner Lebensform tatsächlich etwas verborgen ist, von dem wir lernen können und das uns trotz allen Schafsmeckerns Ruhe verschafft: eine Kultur der Nachhaltigkeit, die wir pflegen müssen, um aus dem Herdentrieb der Naturausbeutung auszuscheren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.04.2017

Olaf Velte rät nach der Lektüre von Eckhard Fuhrs Buch zur Gründung einer Schäferei. Schmal ist der Band zwar, meint er, doch seine Nachricht ist purer Sprengstoff. Das Schaf hats in sich, erklärt ihm der Autor: Wolle, Milch, Fleisch und Dünger nämlich! Viel Wissen hingegen hat das Buch in sich, erklärt der Rezensent. Der Autor führt ihn ein in das Mysterium Schaf, zeigt ausgewählte Rassen und referiert die Passion des Wiederkäuers durch die Jahrtausende ebenso wie die Geschichte des Merinolandschafs. Keine Frage für den Rezensenten: Das Schaf, es kommt.
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