Paul Haentjes, Jahrgang 1927, wird am 15. Februar 1943 zusammen mit seinen Mitschülern aus einer Kölner Oberschule als Luftwaffenhelfer zur Flak - den Flugabwehrkanonen - einberufen. Was für die Jungen wie ein Abenteuer beginnt, entpuppt sich bald als rohe Kriegsrealität, deren Maschinerie die Jungen nun nicht mehr entgehen können und die für viele tödlich oder in Kriegsgefangenschaft endet. Dokumente und Briefe aus dem Nachlass von Paul Haentjes bilden als O-Ton eines Jugendlichen aus den 40er Jahren die Basis des Buches. Ein Bericht über eine Zeit, deren Zeugen zunehmend rar werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.07.2019
Robert Probst empfiehlt jungen Lesern die mahnenden Erinnerungen des Luftwaffenhelfers Paul Haentjes, herausgegeben von dessen Tochter. Zu lernen ist aus dem mit Original-Briefen und Informationen zum Kriegsverlauf und zu NS-Begriffen bereicherten Buch laut Rezensent, wie ein 15-jähriger Oberschüler die Einberufung, den militärischen Drill und den Einbruch des Krieges in alle Alltagsbereiche erlebte. Anschaulich und abwechslungsreich gestaltet sich die Lektüre, so versichert Probst. Zusätzliche Erläuterungen zu den Briefen, zu Zensur und NS-Jargon hätten dem Buch laut Probst nicht geschadet.
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